Wir helfen Menschen auf der Flucht

Ein Bürger_innenbeteiligungsprojekt:

Initiator_in: Sabine Aigner & Helmut A. Schlatzer (Theater/Baum/Schere)

Die Bürger_inneninitiative „Wir helfen Menschen [auf der Flucht]“ im Oktober 2015 von Sabine Aigner & Helmut Schlatzer (Theater/Baum/Schere) gegründet. Ursprünglich war sie dafür gedacht, Kleider- und Sachspenden aus der Region zu sammeln und diese, in Form von organisierten Konvois, an die Hotspots nach Heygeshalom und später nach Spielfeld und Slanvonski Brod (Kroatien) zu transportieren. Zeitgleich kamen die ersten schutzsuchenden Menschen in Bruck an der Mur (Pischk) an. Es handelte sich um 8 Familien aus Syrien und dem Irak. Gemeinsam mit Michaela Sundl (Sozialkreis Kapfenberg), Ilse Löwe-Vogl (welche von Beginn an den ersten Deutschkurs direkt in den Wohnungen der Schutzsuchenden abhielt), Sabine Pichler und ihrer Tochter Eva-Maria Resch versorgten wir die Ankommenden mit dem Notwendigsten (Möbel, Kleidung, Hygieneartikel, Lebensmittel, …). Im gleichen Monat wurde über die FB Seite „Wir helfen Menschen [auf der Flucht]“ ein Helfer_innenaufruf gestartet, auf den hin sich sogleich engagierte Menschen fanden, welche die Initiative unterstützten. Zur gleichen Zeit wurde ein Konvoi nach Spielfeld organisiert. Hier wurde mit Caner Akkaya (St. Pölten), Renato Cica (Bürgerinitiative We HELP Refugees – Wien) und Doro Blancke (Verein: Gib mir deine Hand – Ehrenhausen) zusammengearbeitet. Mit den genannten Initiativen herrscht auch heute noch ein reger Austausch. Zahlreiche Firmen und Vereine (dazu später) der Region sowie das Sozialamt der Stadtgemeinde Kapfenberg unterstützen vor allem die Konvois mit Sachspenden (Brot für die Konvois, Lagerraum für Kleidung, Kartons, Transportmittel, usw…)

„Picknick am Schlossberg“

Der krönende Abschluss und gleichzeitig der Anstoß für weitere inklusive Arbeit war das von freiwilligen Helfer_innen gemeinsam mit Theater/Baum/Schere organisierte Fest „Picknick am Schlossberg“ im Juli 2016.

Warum sollten wir Menschen denen es nicht gut geht nicht helfen? Das wäre doch absurd es nicht zu tun! Denn wer kann schon sagen, ob wir nicht in ein paar Monaten selbst auf der Flucht sind? Danke Dir Sabine, und danke Dir Heli, dass Ihr meine Hände und Beine seid.

Franz Matauschek

Eine wertvolle Initiative für Menschen in Not!

Gabriele Habenschuss

Es ist beachtlich, was hinter den Kulissen, ohne jede Form von Abgeltung und z.T. auch Anerkennung von der Zivilgesellschaft im Zusammenhang mit der Betreuung und Integration von Menschen auf der Flucht geleistet wird. Hier wird eine an sich öffentliche Aufgabe authentisch und unbürokratisch übernommen. So ganz neben, neben den menschlichen/ethischen Aspekten – es spart sich die öffentliche Hand wahrscheinlich Millionen.

Markus Hödl